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Große Fastnachtssitzung im Gutenberg-Saal der Mainzer Rheingoldhalle.

Fremdensitzung

Zwei Bühnen, kurzweiliges Spitzenprogramm - im Anschluss Party zu Live-Musik im Kasteler Bürgerhaus.

Nachthemdensitzung

Bei leckeren Speisen und Getränken die Meenzer Fastnacht in vollen Zügen genießen.

Brauereisitzung

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Kartenbestellungen für die Kampagne 2020 sind ab sofort möglich!

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Seit den Gründungstagen ist sich der Club treu geblieben mit seinem Motto: „Lachen spenden – Trübsal wenden“. Notleidenden Menschen zu helfen gemäß der zweiten Hälfte des Wahlspruches, wird auch in heutigen Zeiten vielfältig mit Spenden und Taten beispielhaft umgesetzt, durch engagierte Clubisten.

IMG 5333Respekt und Anerkennung gilt dazu auch unserem Komiteemitglied Thomas Schmidt, der mit seiner Ehefrau Susanne für den KCK-Fanshop zuständig ist.
Beruflich ist der KCKler als Pfleger auf einer Pflegestation mit leicht- bis schwererkrankten Patienten in Mainz im Einsatz. Aus aktuellem Anlass ist es angemessen, seine persönliche Erfahrung mit Covid 19 zu publizieren.

März 2020
Das Virus Covid 19 kommt nun mit großer Präsenz in der Öffentlichkeit an, in China soll es ausgebrochen sein, in Wuhan. Es droht eine weltweite Pandemie, ach was, China ist weit weg, denke ich und meine Kollegen. Vielleicht eine Art Vogelgrippe oder SARS? Wir haben doch vor kurzem noch Fastnacht gefeiert. Tausende von Menschen waren auf der Straße, in Kneipen, auf Bällen, völlig losgelöst und wie immer: Nun soll uns was bedrohen und sehr gefährlich sein, wofür es keinen Impfstoff gibt?

Mitte März 2020
Die Bilder aus Italien und Spanien erreichen uns. So viele Infizierte. Ausgangssperre, Militär auf der Straße, Geschäfte geschlossen, man hört von Pflegeeinrichtungen, wo es so unglaublich viele Erkrankte und Verstorbene gibt. Manche Einrichtungen sind sich selbst überlassen worden. Wie bitte? Die Patienten im Stich lassen? Wir haben doch ein Berufsethos. Kann sowas auch bei uns in Deutschland passieren? Panik macht sich breit. Hoffentlich erreicht das Virus uns nicht und wenn doch, wie sollen wir uns vorbereiten?

Ende März, Anfang April 2020
Covid 19 legt die Republik lahm. Der Lockdown. Unsere Pflegeeinrichtung ist professionell vorbereitet. Alles ist verfügbar. Schutzausrüstung, Handschuhe, MRSA-Kittel, Haube, Brillen, Handschuhe, FFP2-Masken, Desinfektionsmittel usw. Es gibt nur noch ein Thema, Corona.

Mitte April
Das Virus hat unsere Einrichtung infiziert. Drei Patienten auf Station 1 sind positiv, wie wurden sie infiziert? Niemand hat eine Antwort. Hat es ein Besucher eingeschleppt etc.? Spekulationen machen sich breit. Nun geht es rasend schnell mit der Verbreitung des Virus. Auf allen 4 Stationen, obwohl die Infizierten bereits isoliert wurden. Was ist mit dem Publikumsverkehr? Das Pflegeheim schließen? Noch ist die Einrichtung zugänglich. Und was passiert? Besucher klauen alles, was nicht niet- und nagelfest ist (Klopapier, Desinfektionsmittel, Masken, Handschuhe usw. So nach dem Motto: Erst komme ich und nach mir die Sintflut. Die Einrichtung wird geschlossen, auch aufgrund der ständig ansteigenden Zahl an Covid 19 positiv getesteten Patienten. Und Diebstahl von dringend benötigten Arbeitsmitteln, das sind die Themen, die uns beschäftigen. Ab jetzt geht es nur noch um die Versorgung der erkrankten Corona-Bewohner und das Verhindern weiterer Neuerkrankungen, deren Versorgung sehr anstrengend ist in voller Schutzmontur. Stundenlanges Tragen der FFP 2-Maske, Kollegen und ich klagen über Kopfschmerzen und schnelles Ermüden, es gibt eine Vielzahl an Risikopatienten - COPD Lungenerkrankte, Patienten, die künstlich ernährt werden mit der PEG-Sonde (Perkutane Endoskopische Gastrostomie), Dialyse-Patienten usw.

IMG 5333Mitte /Ende April 2020
Wir lernen, dass das Virus nicht einzuschätzen ist, denn fast alle Risikopatienten sind positiv. Davor hatten wir die größte Angst, dass all diese Risikopatienten daran versterben werden. Aber nein, sie haben Fieber bekommen, sind aber ohne weitere Komplikationen durch die Infektion gekommen und sind nach 10 Tagen wieder genesen. Schlimm wurde es bei jenen, die nicht unbedingt zu der Risikogruppe zählten oder nur leichte Vorerkrankungen hatten. Hier waren die größten Komplikationen und Todesfälle eingetreten, was natürlich zu großer Verunsicherung unter den Kolleginnen/Kollegen führte.

Mitte April 2020
Im Rahmen einer Studie der Uni Klinik Mainz wird eine Massentestung der Mitarbeiter durchgeführt, mit dem Ergebnis, dass auch eine Vielzahl an Mitarbeitern mittlerweile positiv ist. Obwohl die infizierten Mitarbeiter symptomfrei sind, müssen sie sofort in Quarantäne für 14 Tage. Die nicht infizierten Mitarbeiter müssen diesen Ausfall kompensieren. So geht es bis Ende April, Anfang Mai im Wechsel an genesenen und neuerkrankten Kolleginnen/Kollegen. Ich bin bis zum heutigen Tag zum Glück immer negativ getestet worden.

Mai 2020
Das Gesundheitsamt Mainz übernimmt ab sofort die Testungen der Kolleginnen/Kollegen und bei Verdachtsfällen die Testung der erkrankten Bewohner.

Mitte Mai, Anfang Juni 
Die Einrichtung wurde durchgeseucht. Nun gibt es nur noch einige Fälle von Mitarbeitern/Patienten, die noch positiv sind und ihren Geruchssinn und Geschmacksinn verloren haben. Dieser ist aber nach 2 Wochen zum Glück zurückgekehrt. Ansonsten sind alle komplikationsfrei durch die Erkrankung gekommen.

Anfang Juni
Geschafft, die Einrichtung ist Corona-frei. Mitarbeiter, die zweimal vom Gesundheitsamt negativ getestet wurden, dürfen wieder zum Dienst kommen.
Die Einrichtung bleibt bis dato für Besucher geschlossen! Zu groß ist die Angst vor einer erneuten Infizierung des Hauses. Und einer zweiten Welle. Die unerschöpfliche Club-Geschichte kann auch in Corona-Zeiten mit KCKler Thomas Schmidt einen weiteren „Helden“ in der Krankenpflege aufweisen!

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