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Große Fastnachtssitzung im Gutenberg-Saal der Mainzer Rheingoldhalle.

Fremdensitzung

Zwei Bühnen, kurzweiliges Spitzenprogramm - im Anschluss Party zu Live-Musik im Kasteler Bürgerhaus.

Nachthemdensitzung

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Termine

Nachthemdensitzung

Freitag, 28 Januar 2022 um 19:11

Nachthemdensitzung

Samstag, 29 Januar 2022 um 19:11

Der Karneval-Club Kastel (KCK) trauert um seinen Ehrenpräsidenten Jürgen Müller. Er verstarb in den frühen Morgenstunden am 15.04.2021 im Alter von 84 Jahren nach langer, schwerer Krankheit. „Jürgen Müller wird uns als Vorbild und Leitfigur für immer unvergessen bleiben“, würdigte KCK-Präsident Prof. Dr. Dirk Loomans den Verstorbenen. Müller war dem KCK 63 Jahre mit Herz und Seele verbunden. „Wir verneigen uns in tiefer Dankbarkeit vor einer wahren Club-Legende. Seine Karriere war herausragend und zugleich beispielgebend für unzählige Redner und Aktive auf der närrischen Rostra“, sagte Loomans.

juergen muellerÜber ein Vierteljahrhundert hinweg begeisterte Müller sein närrisches Auditorium Jahr für Jahr mit Kokolores-Vorträgen vom Feinsten und als "Chef des Protokolls". Alles, was er vertrug, stammte aus seiner Feder. Die ersten Erfolge feierte Müller 1958 als Nachwuchsredner beim KCK. Ein Jahr später schon holte KCK-Mentor Rolf Braun den damals 22-Jährigen ins Präsidium.

Als das 1963 gegründete ZDF im Jahr 1965 seine erste Fernsehsitzung "Mainz bleibt Mainz" ausstrahlte, stand Jürgen Müller als Redner der ersten Stunde in der Fernsehbütt. In den Folgejahren wusste Jürgen Müller in sage und schreibe 20 Fernsehsitzungen bundesweit zu begeistern. Unvergessen seine Kokolores-Vorträge als Masseur oder Alt-Kommiteeter und ab 1986 als zeitkritischer Verseschmied in seiner Parade-Rolle als "Chef des Protokolls".

Im Jahr 1987 löste Jürgen Müller seinen fördernden Weggefährten Adolf Schuchmann als KCK-Vize-Präsident ab. 1997, im 50. Club-Jubiläum, kandidierte Rolf Braun nicht mehr als Präsident. Als Nachfolger wurde Jürgen Müller von der Jahreshauptversammlung gewählt. Unter seiner umsichtigen Präsidentschaft konnte das Niveau im KCK durch strukturelle Veränderungen stabilisiert und in einigen Bereichen sogar gesteigert werden. Ökonomisch wurden Ausrufezeichen gesetzt mit der Errichtung der neuen Geschäftsstelle im heutigen Rolf-Braun-Haus in der Mainzer Straße und dem Bau einer neuen Wagenhalle in Mainz-Hechtsheim.

Bei der Jahreshauptversamlung am 14. Mai 2006 gab Jürgen Müller als, wie er sagte, "der letzte Mohikaner" der Gründergeneration nach 48 Jahren aktiver KCK-Führungsarbeit den Präsidentenstab weiter. Als Ehrenpräsident und Ehrenmitglied stand Müller dem Präsidium bis zuletzt mit Rat und Tat stets hilfreich zur Seite. Er versäumte keine Sitzung in der Kampagne und gab wie selbstverständlich auch jeder internen Club-Veranstaltung seine Ehre.

Nachdenklich, zutreffend famos pointiert: Hochkarätige Texte prägten sein närrisches Lebenswerk. Die höchsten Anerkennungen für seine Verdienste um die "Meenzer Fassenacht" wurde Jürgen Müller unter anderem von beiden Landeshauptstädten links und rechts des Rheins zuteil. Zudem ist Jürgen Müller Träger des KCK-Siegels, das einem kleinen Kreis von KCK’lern für besondere Verdienste vorbehalten war, und nur elfmal vergeben wurde.

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